Wildtierhilfe in Kanada

Wir + Kanada + Tiere = sos-raccoon


Als wir, Brigitte und Alois Böhmer, 1994 unseren Traum verwirklichten, nach Kanada umzusiedeln, wussten wir noch nicht, was alles auf uns zukommen sollte! Tier- und Naturfreunde waren wir schon immer und deshalb wählten wir auch unseren Standort weit weg vom Geschehen der Grosstädte. Wir leben nun abgeschieden im Wald, an einem wunderschönen See. Indem wir Wildtieren ein neues und liebevolles Zuhause geben, sind wir in der Lage, uns nützlich zu machen und haben darin unsere Lebensaufgabe gefunden!


Alois und Brigitte Böhmer

Wir wollten unbedingt Wildtieren helfen doch dies erwies sich als sehr schwierig! Für die Leute hier war es völlig neu das es Menschen gibt die Waschbären und Murmeltiere helfen wollen. Der Waschbär und die Murmeltiere sind hier nicht so gerne auf den Grundstücken gesehen. Uns lies es einfach keine Ruhe! Wo waren denn nur all die Tierbabys, die ihre Mutter im Straßenverkehr verloren hatten? Also fingen wir an, alle Tierheime aufzusuchen, um dort nachzufragen, was mit diesen Tieren geschieht. Anfangs begegnete man uns mit Skepsis, denn wir sind schließlich Ausländer.



Erst einmal adoptierten wir Hunde, um sie vor der Todesspritze zu bewahren. Unseren ersten Waschbären fanden wir bei einer Familie, die in unserer Nähe lebte. Nach und nach lernte ich Menschen kennen die auch so dachten wie wir, so entstanden dann mehr und mehr Kontakte. Wenn nun Tierbabys gefunden werden, gibt man sie an uns weiter. Inzwischen arbeiten wir mit vielen Tierheimen zusammen.



Leider gibt es jedes Jahr mehr Tierbabys, denen geholfen werden muss. Seit drei Jahren arbeiten wir mit Familien zusammen, die uns einige Babys abnehmem um ihnen die Flasche zu geben. Wenn die Kleinen anfangen selbst zu fressen kommen sie wieder zu uns. Hier haben sie die Möglichkeit, frei lebend noch ein Jahr versorgt zu werden, bis sie sich von selbst auswildern. Allerdings haben wir viel zu wenige die uns helfen, den Babys die Flaschen zu geben sie zu betreuen usw. Oft ist es ein finanzielles Problem. Kaum jemand arbeitet unentgeltlich, trotz des guten Zwecks, der dahinter steht. Denn die Menschen hier müssen arbeiten, um Überleben zu können und bekommen wenig Hilfe vom Staat.

Ab April sind wir immer sehr eingespannt und all' das Leid, das wir täglich mit ansehen müssen, kann ich oft kaum verarbeiten. Trotz der vielen Arbeit lieben wir jedes unserer Findelkinder. Wir finanzieren alles selbst. Ab und zu spendet ein nahe gelegenes Tierheim Hundefutter.



Zusätzlich zu unserem Kampf um das Leben der Tierbabys bekommen wir sehr viele Anrufe von Menschen, die Probleme mit Wildtieren haben. Zuständige Tierheime haben oft keine Zeit, Anweisungen zu geben und leiten deshalb die Hilferufe an uns weiter. Es kommt oft vor, dass ich sehr lange Telefonate führen muss, um den Gesprächspartner davon zu überzeugen, dass ein Waschbär im Haus kein Ärgernis ist. Vielfach ist die "Hilfe vor Ort" notwendig und ich fahre hinaus zu den Betroffenen. Dies kostet mich immer sehr viel Zeit und Nerven! Es kommt schon manchmal vor dass ich einige sehr Kleine Babys mitnehmen muss. So ein Ausflug dauert immer mindestens 4 Stunden und meine Findelkinder brauchen ihre Flasche.

Um das alles bewältigen zu können, brauchen wir jede helfende tierliebe Hand. Bitte melden Sie sich, wenn auch Sie helfen wollen! Aber bitte nur wahre Tierliebhaber! Wir können nicht viel Zahlen aber eine schöne Wohnung und Verpflegung wird angeboten. Für wahre Tier- und Naturfreunde ist es auf jedem Fall ein Paradies!



Nehmen Sie Kontakt mit uns auf!
Die Wildtiere brauchen uns! Und es ist KEINES zuviel!

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