
Was muss dieser kleine Waschbaer noch aushalten. Nach 6 Monaten hat sie sich endlich erholt von all der Grausamkeit der Menschen. Erst musste sie ihre Mutter verlieren doch das war nicht genug, sie musste viele Verbrennungen ertragen. Drei Tage mit grossen Schmerzen im Tierheim verweilen. Angst und Hass hatten ihr Wesen gepraegt, warum kann man einem Tier soetwas antun?

Hier bei uns begann sie wieder Vertrauen zu Menschen aufzubauen. Der Tod ihrer Schwester lies sie wieder in tiefe Trauer fallen. Unsere Tiere, besonders Speedy die Katze, ersparte ihr viel Leid. Wir alle hier versuchten ihr all unsere Liebe zu schenken und Margarita sog sie auf wie ein Schwamm.
Jeder der Margarita kennenlernte liebete sie, sie war keine Waschbaer mehr, nein, sie war ein liebenswuerdiges Geschoepf.

Viele Monate war sie sehr gluecklich, ein Waschbaer der laechelte und uns taeglich seine Dankbarkeit und Liebe spueren lies.
Leider konnte das ein Nachbar nicht ertragen, ein Waschbaer wurde so sehr geliebt wie ein Mensch. Er zeigte uns an einen Waschbaeren zu halten der aus Quebec kam.
Ein hilfloses Wesen hat die Grenzen in Kanada ueberschritten. Margarita war zwar krank hatte aber keine ansteckende Krankheiten, sie wurde untersucht und entwurmt, so wie ich es mit jedem neuem Tier praktiziere. Das muss immer sein weil wir ja jede Menge anderer Tiere haben und ich niemals ein Risiko eingehen wuerde.
Leider zaehlt hier in Alberta nichts, hier zaehlt nur eine Lizens. Wer hier das noetige Geld hat um viele Kaefige zu bauen, bekommt auch eine Lizens egal ob er ein Herz fuer Tiere hat.
Meine Tiere wurden nie eingesperrt. Sie wuchsen in der Familie auf und keines hatte Probleme bei der Auswilderung. Hier kann und will das niemand verstehen, dass auch Wildtiere Liebe brauchen, besonders dann wenn sie ihre Mutter verloren haben.

Nun kam zum dritten Mal 'Fish und Wildlife' und uns wurde ein Kostevoranschlag fuer Margaritas Untesuchungen und Operation gegeben, $800 die wir bezahlen muessen.
Wir mussten uns im Calgary Zoo melden, was wir natuerlich gleich machten.
Natuerlich erklaerte ich der Aerztin, das ich grosse Bedenken habe, weil Margarita ja nicht mehr im Haus lebt sondern im Wald. Es hat Schnee und es ist schon sehr kalt. Waschbaeren befinden sich zu dieser Jahreszeit in einem Halbschlaf, ihr ganzer Organismuss laeuft auf Sparflamme, eine Operation koennte grosse Gefahr fuer ihr Leben bedeuten. Die Aerztin gab mir recht, sie wollte mit dem Officer nochmal sprechen, damit wir die Op fuer das Fruehjahr buchen. Leider stimmten er nicht zu und so muss sie in den naechsten Tagen eingefangen werden.
Es geht auch nur Nachts weil sie am Tag schlaeft so wie ein richtiger Waschbaer.
Margarita vertraut mir und nun muss ich sie einsperren, damit ich sie morgens in die Klinik fahren kann. Es ist eine drei Stunden Fahrt und ich weiss, das Margarita grosse Angst haben wird. Es wird sie wieder an ihre Kindheit erinnern. Das schlimmste ist das sie 10 Tage im Zoo bleiben muss, sie wird es niemals verstehen koennen.
Margarita ist mein Kind und nun muss ich ihr das antun, warum nur? Warum koennen Menschen nicht verstehen das diese Kleine schon genug durchgemacht hat.
Hier und in vielen Laendern sind Waschbaeren die Pest und nieman dmacht sich ueber diese lieben kleinen Wesen Gedanken. Margarita hat ein Herz wie jeder Hund oder jede Katze, sie liebt sie weint.
Wenn ich koennte oder die Erlaubniss bekaeme, wuerde ich bei ihr bleiben und ihr das Haendchen halten.
Sehr wenige koennen mich verstehen und ich bete zu Gott das er uns hilft. Es ist nicht nur Margarita die ich von Herzen liebe, ich wuerde alles fuer jedes Tier geben egal welche Rasse.
Tiere haben keine Rechte und schon gar nicht ein Waschbaer auch wenn er gesund ist.

In 14 Jahren habe ich etwa 200 Waschbaeren aufgezogen, mit ihnen gelebt und vieles von ihnen gelernt. Menschen glauben zwar sie sind viel klueger und besser als Tiere doch das kann ich nicht galuben, denn all meine Tiere schenkten mir so viel Liebe wie es nur ein Tier schenken kann.
Doch ich werde Menschen nicht verurteilen denn sie wissen nicht was sie tun so wie unser Nachbar.
Eines Tages werden Menschen verstehen und bis es soweit ist werde ich fuer Tiere in Not da sein. Ich werde sie lieben und ihnen sagen das es noch viele viele Menschen gibt die Tiere genauso lieb haben wie ich.

Dieses Gedicht schrieb ich fuer Maggi und ich hoffe das Margarita leben darf, endlich gluecklich und frei!
Danke mein geliebtes Tier
Du hast mich geliebt dein Leben lang,
hast mich getroestet wenn ich traurig war
hast mich zum lachen gebracht wenn es mir
zum weinen zumute war.
Ja, du hast mich geliebt bis zu deinem Tod
Nie hast du vergessen das ich dich aufgenommen habe als du warst in grosser Not.
Du warst mein bester Freund,
mein geliebtes Tier, meine groesste Liebe.
Du standest mir treu zur Seite
Ohne viele Fragen zu stellen.
Du warst da wenn ich dich brauchte,
gabst mir Trost und Zuneigung
alles was ein Mensch sich wuenscht
das bekam ich von dir mein geliebtes Tier,
Menschen die Tiere nicht lieben
Lieben auch keine Menschen,
ja, mein Tier du hast recht
es ist das schoenste was es auf Erden gibt
eine Liebe zwischen Mensch und Tier!

Gestern bekam ich eine Mail aus den USA, eine spirituelle Frau schrieb, das sie ueber meinen Tieren Engel sah, ich musste so sehr weinen, doch es war fuer mich nichts neues nur eine Bestaetigung.
Tiere sind Engel und ich hoffe das Margarita, mein Engel alles gut ueberstehen wird!

Ich bitte euch von ganzem Herzen, betet fuer Margarita, betet fuer all den leidenden Tiereauf Erden, alle Gebte werden erhoert !
Alles Liebe
Brigitte
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