Brigitte's News


Hagel und Kälteeinbruch, Ashes unser erstes Pferd!



Ashes wurde von Nachbarn zu uns gebracht weil sie keiner mehr geritten hat. Sie sollte verkauft werden leider konnte kein Käufer gefunden werden und das bedeutet Schlachthof. Sie ist ein Engel und alle haben sie sofort liebevoll aufgenommen. Dakota dachte am Anfang sie wäre eine Kuh und wollte bei ihr trinken, Ashes hat ihn aber liebevoll wissen lassen das dies nicht der Fall ist.



Von Anfang an lief sie mir nach, natürlich hab ich immer erwas gutes in meinen Taschen. Ashes hat uns 800 $ gekostet und so muss der Stall auch noch warten und vieles andere auch.
Dafür haben wir viele liebe Menschen hier die uns helfen, ohne Bezahlung und einige mit sehr niedrigem Lohn.
Jürgen aus Hanover war wieder da und hat uns bei den Isolierungsarbeiten geholfen, man waren wir fertig überall hat es uns gejuckt.
Dafür ritten wir mit ihm in die Berge und das war wieder ein Traum.





Wir mussten früh raus damit wir auch noch arbeiten konnten. So frühstückten wir in den Bergen, ach was hatten wir Spass. Gorden hat uns begleitet, er ist immer für uns da, er kennt sich sehr gut aus, da er ein wirklich guter Cowboy ist.



Das sind unsere Helfer. In der Mitte Donny, er macht all das Elektrische, das schönste ist, er ist soo billig, er fühlt sich bei uns zu Hause und oft sitzt er Abends bei uns um ein Bier zu trinken.
Unsere zwei Indianer Stanly und Terence helfen uns seid 2 Wochen, sie sind wirklich sehr fleissig und trinken keinen Alkohol.

Hier wird es schon sehr kalt, ohne Heizung im Camper ist es nicht mehr auszuhalten. Am schlimmsten ist es morgens, raus in die Kälte um Wasser zu holen, manchmal kann ich mich kaum bewegen. Unsere Tiere vermissen uns sehr wenn wir uns im Camper aufwärmen, alle wollen bei uns sein.





Dakota und Paco versuchen immer wieder einzubrechen und die meiste Zeit lassen wir es auch zu, wir sind eben eine Familie!





Vor einigen Tagen kam ein fürchterliches Gewitter und noch dazu ein schlimmer Hagel. Es hagelte Eiswuüfel und all unsere Tiere waren noch draussen!







Es ist kein Schnee auf den Bildern, es ist pures Eis.
Unsere Tiere wurden fast wahnsinnig und wir konnten am Anfang einfach nicht raus, die Eiswuerfel verletzten mich am Kopf so sehr indem, ich nur die Türe einen Spalt öffnete.
Oh meine Gott, wie können wir nur helfen, unsere Tiere rannten und schrien verzweifelt und wir mussten zusehen nur weil der Stall noch nicht fertig war.
Ich drehte fast durch und Aois hielt mich immer zurück raus zu gehen. Wir konnten nicht mehr und haben spontan einfach viele Mützten und Pullover über unsere Köpfe gezogen um unsere Tiere in Sicherheit zu bringen. Trotz unserem Kopschutz spürten wir das Eis auf unseren Körpern, einige blaue Flecken und Beulen spürten wir est später.
Unsere Tiere waren uns aber wichtiger. Wir konnten sie alle bis auf das Pferd Ashes in den Trailer führen wo sie sicher waren. Ashes hatte leider keinen Platz, Alois führte sie in den Wald wo beide etwas geschützt waren.
Dieser Tag sitzt uns immer noch im Nacken und ich bete täglich das dies der letzte Hageleinschlag ist bevor der Stall fertig ist.





Die Arbeit geht weiter, langsam denn es ist sehr kalt geworden. Morgens hat es immer schon unter null Grad. Besonders mir fällt es sehr schwer aus dem Camperbett zu kriechen um draussen Wasser für Dakotas Flasche und unseren Kaffee zu holen.
In unserem Küchencamper haben wir nur eine kleine Gasheizung und es dauert immer sehr lange bis es warm wird. Lange kann ich mich aber nie aufwärmen weil alle Tiere auf uns warten um gefüttert zu werden.
Jeden Morgen das selbe, alle Tiere freuen sich, hüpfen und springen rum, ihnen ist es egal wie kalt es ist. Ein Lächeln am Morgen von all unseren Tieren wärmt aber unsere Herzen immer wieder auf. Es ist einfach das schönste auf der Welt von so vielen Tieren geliebt zu werden, alles ist vergessen!







Wir glauben einfach daran das Heaven’s Gate wunderbar werden wird, für Mensch und Tier. Auch wenn jetzt alles sehr schwer fällt, wir müde sind und das Geld sehr knapp ist. Für mich gibt es Gott und die Engel und ich glaube ganz fest das bald ein Wunder geschieht um vieles leichter zu machen.

Mein Mann und ich halten fest zusammen und manchmal glaube ich das auch er ein Engel sein muss. Alles aber auch alles was ich mache akzeptiert er. Unsere Tiere liebt er wie mich und unsere Familie. Was könnte man sich sonst noch wünschen?
Ach ja, endlich fliesendes heisses Wasser, das wäre jetzt unser Traum !

Nächste Woche hat Alois Geburtstag, das einzigste was er sich wünscht ist in einem Motel eine Nacht zu verbringen, doch leider kann ich ihm diesen Wunsch nicht erfüllen.
Bald werden wir in unser Haus ziehen können und bald werden diese harten Tage vergessen sein, hoffe ich wenigstens.







Wir werden mit unseren Tieren am warmen Ofen sitzten und uns freuen das wir so vieles geschafft haben und nicht aufgegeben zu haben. Doch das ist noch weit hin, der Schnee und die Kälte kommen bald.

In den Rocky Mountain’s zu leben ist wunderschön doch wenn es kalt wird braucht man ein Haus und wenn es noch so klein ist. Auch wird sich bald unser Windrad drehen und wir haben endlich Strom! Nach vier Monaten Campen vermisst man sehr viel, man weiss wieder wie schön und unkompliziert das Leben ist mit Strom und fliesendem Wasser.

Alles geht und alles ist machbar aber nur mit sehr viel Liebe!

Alles Liebe Brigitte



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