Brigitte's News


Endlich Sonne - aber unendlich viel Trauer

Nach vielen Tagen Regen scheint wieder die Sonne. Allen geht es nun besser! Maggi unser kleiner Waschbär hustet wieder, wir alle machen uns große Sorgen. Unsere Findelkinder wurden ja in einem Kamin geboren und ausgeräuchert. Gott sei Dank habe ich all meine Medizin bereit und fange sofort mit Penicillin an. Meggi schläft viel, trinkt aber immernoch sehr viel. Wärend unsere Babys schlafen arbeiten alle wie verrückt um endlich unseren Zeitplan einhalten zu können.


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Maggi wird immer schwächer und trinkt fast nichts mehr. Ich fange an Infusionen zu geben die auch sehr gut ansprechen, sie spielt mit Margarita und es scheint, das sie bald wieder gesund ist!


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Unsere lieben Nachbarn Irena und Jirj kümmern sich rührend um uns. Sie bringen selbst gebackenen Kuchen, Eier, frischen Schnittlauch, trockene Handtuecher! Beide sind wunderbare Menschen. Wir freuen uns sehr solche Nachbarn zu haben.



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Manchmal bin ich am Verzweifeln, die viel Arbeit und Maggi geht es jeden Tag schlechter. Ich beginne mit sehr starken Pillen für Lungenentzündung. Sie helfen einige Tage, doch Maggi wird immer schwächer. Tag und Nacht bin ich bei ihr, es bricht mir fast das Herz. Im Camp herrscht sehr traurige Stimmung. Warum nur muss nun das auch noch sein? Soll Maggi die erste sein die durch unser Heaven's Gate schreiten soll? Nein bitte, bitte nicht! Ich kann es einfach nicht mehr verstehen.

Der Bau geht weiter aber sehr langsam, ich habe keine Kraft mehr!



Alois, Chris und ich gehen in die Berge. Dort beten wir gemeinsam für unsere kleine Maggi. Soll so unser Traum von einem Gnadenhof beginnen? Keiner kann es mehr verstehen und keiner hat mehr Lust zu arbeiten. Tag um Tag, jeder Morgen ein Hoffen, das Maggi wieder gesund wird.


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Maggi liegt nur noch in ihrer Schachtel. Sie steht auf um Wasser zu trinken und auf ihre Toilette zu gehen. Ich fühle das sie sterben wird und ich bin so unendlich hilflos. Mein einziger Wunsch ist nur noch das Maggi gesund wird,ich brauche kein Haus mehr, ich will nichts mehr, nur noch meine Maggi. Es geht zu Ende. Ich höre auf sie zu spritzen. Die ganze Nacht erzähle ich ihr mein Leben, meine Träume und unseren Traum von einem Gnadenhof. Sie hält meine Finger ganz fest und ich spüre das sie bald über die Regenbogenbrücke gehen darf. Um 6 Uhr morgens gehe ich mit ihr auf unsere große Wiese, zeige ihr die Sonne die Berge ein letztes Mal.


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Margarita schreit, weint, sie spürt das Maggi sterben wird. Alois kommt mir zu Hilfe, nimmt unsere Kleine auf den Arm und setzt sich ins Gras, Maggi stirbt. Maggi durfte nur 6 Wochen bei uns leben, sie hat uns so mit Liebe und Freude umgeben, sie war eine Waschbärenbaby, doch sie war unser Kind, so wie viel andere die ich nicht Retten konnte. Wir alle liebten sie so sehr und können es immer noch nicht verkraften.
Nie in den letzten 14 Jahren musste und muss ich so leiden, dieser grosse Verlust von Maggi hat mir das Herz gebrochen.



Maggi war mein Kind und ich komme einfach nicht über ihren Tod hinweg obwohl ich glaube das es ein Wiedersehen gibt. Das einzige was mich troestet ist das nun bei ihrer Mama ist und gluecklich wird. Warum können Menschen Tiere nicht lieben, warum muss es immernoch Jäger geben, warum sind Menschen so grausam? Ich bin mir bewusst, dass dieses Leid in meinem Leben nie aufhören wird so lange ich Tiere retten werde. Warum kann ich diese Menschen nicht ändern? Warum kann ich ihnen nicht meinen Herzschmerz vermitteln? Es war "nur" ein Waschbärenbaby und vielleicht werden es die wenigsten verstehen das auch Waschbärenbabys ein Herz und eine Seele besitzen. Maggi hat mein Herz erobert, sie schenkte mir Liebe die mir sehr wenige Menschen bisher geschenkt haben.



Nach Maggis Tod flogen plötzlich zwei weiße Tauben über unseren Camper, sie setzen sich auf eine Baum und ich wusste das Maggi nun abgeholt wird von zwei wunderschönen Engel. Heaven's Gate hat sich für Maggi geöffnet. Mein kleiner Liebling, ich liebe dich und werde dich mein Leben lang in meinem Herzen tragen. Ich verspreche dir auf deine Schwester gut aufzupassen und sie zu lieben wie ich dich geliebt habe. Schlaf gut mein kleines........................und grüße all meine Findelkinder.



Wir alle legen die Arbeit nieder, trauern, sind nicht mehr fähig einen Nagel einzuschlagen, alles ändert sich! Margarita ist nun die Nummer eins hier im Camp, sie trauert wie wir und alle sind für sie da. Jeder nimmt sich Zeit für unsern kleinen Schatz, der nun alles verloren hat was sie an Familie hatte.



Doch Heaven's Gate darf nicht sterben, so machen wir weiter auch wenn es jedem schwer fällt. Es sollen hier noch viele Tiere gerettet werden, hier sollen sie glücklich werden! Vielleicht werden eines Tages viele Menschen hier herkommen und wissen und fühlen das Tiere unser Glück auf Erden sind!


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Unser kleiner Stall wird bald fertig sein. Chris und ich arbeiten im Wald, wir bereiten alles für die Zäune vor, alle Wälder sind voll von umgestürzten Bäumen, wir müssen alles schneiden und aufrichten. Diese Arbeit lässt uns aber auf andere Gedanken kommen, Margarita ist immer bei uns. Auch haben wir jetzt eine Küche draussen gebaut, es ist warm und so haben wir mehr Platz zum Kochen und um gemeinsam zusammen zu sitzen.





Chris entspannt sich gerade in der Sonne, ohne ihn wuüde uns hier wirklich sehr viel fehlen. Er ist erst 17 und wird am Dienstag 18, er hilft uns ohne etwas zu verlangen, er will so allen Tieren helfen, Tiere die andere Menschen verletzen und misshandeln haben.

Ich bedanke mich bei euch allen für all euere Mails und Gästebucheinträge.

Bis bald und alles alles Liebe
Brigitte und Team

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